Kosten für eine neue Heizung in 2021 - Öl-, Gas-, Holz- oder Elektroheizungen

Kosten für eine neue Heizung
Eine neue Heizung kostet 8.000 bis 30.000 € | © ri /pixabay.com CC0

Eine neue Heizung ist häufig mit einigen Kosten verbunden und deshalb sollte der Kauf gut überlegt sein. Zwar gibt es im Jahr 2021 viele Zuschüsse und Kredite vom Staat, aber auch die laufenden Kosten sollten nicht vernachlässigt werden.

Wir vergleichen für Sie alle verfügbaren Heizungen inklusive Einbau, Förderung, Wartung und Heizkosten. So können Sie am besten ermitteln, welches System zu Ihnen und Ihrem Eigenheim passt. Mit dabei sind Ölheizungen, Gasheizungen, Holzheizungen, Wärmepumpen, Elektroheizungen und viele andere.


Inhalt


Welche Heizungen haben Zukunft?

Grundsätzlich sind in 2021 noch alle verfügbaren Heizungen für Ihr Eigenheim zukunftsfähig – zumindest über die absehbare Laufzeit von 20 bis 30 Jahren. Aufgrund der starken Verbreitung ist es unwahrscheinlich, dass plötzlich Gas- oder Ölheizungen verboten werden. Dennoch lässt sich schwer prognostizieren, wie sich die Brennstoffpreise samt Heizkosten entwickeln werden. Auch die geplante CO2-Steuer wird sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit fossiler Brennstoffe auswirken. In Summe sind daher alle Heizungen mittelfristig zukunftsfähig, aber mit Blick auf Förderungen und die Wirtschaftlichkeit haben erneuerbare Energien wie bei Holzheizungen oder Wärmepumpen klar die Nase vorne!


Alle Heizungen samt Kosten im Vergleich

Hier finden Sie alle Kosten für neue Heizungen im Vergleich – inklusive Einbau und Förderung. Bezüglich der Heizkosten nutzen wir einen unsanierten Altbau mit einem Wärmebedarf von 26.000 Kilowattstunden pro Jahr als Referenz. Das entspricht etwa 2.600 Litern Heizöl pro Jahr. Die Brennstoffpreise spiegeln einen 3-Jahres-Durchschnitt von 2017 bis 2020 wieder. Für eine komplett neue Heizung sollten Sie im Schnitt mindestens 8.000 bis 10.000 Euro und eher 15.000 bis 30.000 Euro einplanen, wenn es um erneuerbare Energien (Wärmepumpen und Holzheizungen) geht. Ein Kaminofen, Kachelofen oder Pelletofen ist jeweils deutlich günstiger als eine echte Zentralheizung, aber kann diese keinesfalls ersetzen!

Heizung Heizkosten Wartung Preis inkl. Einbau Förderung
Ölheizung 1.670 € pro Jahr 120 – 250 € pro Jahr 7.000 – 9.000 € Keine Förderung
Gasheizung 1.600 € pro Jahr 100 – 200 € pro Jahr 6.000 – 10.000 € 20 % der Kosten
Gastherme 1.000 € pro Jahr (Wohnung) 100 – 150 € pro Jahr 3.500 – 5.000 € 20 % der Kosten
Pelletheizung 1.460 € pro Jahr 300 € pro Jahr 17.000 – 25.000 € 35 % der Kosten
Hackschnitzelheizung 800 € pro Jahr 300 € pro Jahr 22.000 – 28.000 € 35 % der Kosten
Scheitholzvergaser 840 € pro Jahr 300 € pro Jahr 10.000 – 16.000 € 35 % der Kosten
Wärmepumpe​ (Sole, Wasser, Luft) 1.200 – 1.430 € pro Jahr 50 € pro Jahr 15.000 – 30.000 € 35 % der Kosten
Elektroheizung 5.700 € pro Jahr 0 € pro Jahr 5.000 – 8.000 € Keine Förderung
Infrarotheizung 3.800 € pro Jahr 0 € pro Jahr 5.000 – 8.000 € Keine Förderung
Fernwärme 2.500 € pro Jahr 0 € pro Jahr 5.000 € (Anschlusskosten) 20 % der Kosten
Blockheizkraftwerk (Wärme & Strom) 3.000 € pro Jahr (Sonderfall! Nicht für EFH geeignet und weitere Einsparungen bei Stromerzeugung) 300 – 1.000 € pro Jahr 20.000 – 40.000 € max. 3.500 €
Brennstoffzelle (Wärme & Strom) 1.770 € (inkl. Stromverkauf und Förderungen) 300 – 1.000 € pro Jahr 25.000 – 56.000 € mind. 1.900 €
Solarthermie (Sonnenwärme) 0 € 20 – 50 € pro Jahr 4.000 – 10.000 € 30 % der Kosten
Kaminofen / Schwedenofen 180 – 375 € pro Jahr (nicht als Zentralheizung) 90 – 200 € pro Jahr 1.500 – 2.500 € Keine Förderung
Kachelofen 180 – 375 € pro Jahr (nicht als Zentralheizung) 250 – 500 € pro Jahr 3.000 – 5.000 € Keine Förderung
Pelletofen mit Wassertaschen 300 – 500 € pro Jahr (nicht als Zentralheizung) 90 – 200 € pro Jahr 6.000 – 8.000 € 35 % der Kosten

Durchschnittliche Heizkosten pro Jahr und Quadratmeter

Die durchschnittlichen Heizkosten in Deutschland hängen selbstverständlich auch in 2020 vom Gebäudestandard, der Bewohnerzahl und der zu beheizenden Fläche ab. Die folgenden Werte bieten jedoch eine gute Orientierung (Quelle: energieheld.de):

Gebäude Wohnfläche Wärmebedarf inkl. Warmwasser
kWh pro Jahr kWh pro m² und Jahr
1 Person 50 m² (Altbau) ca. 3.000 kWh ca. 60 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 8.400 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 1.100 kWh ca. 22 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 3.100 kWh
2 Personen 50 m² (Altbau) ca. 5.500 kWh ca. 110 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 15.400 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 2.000 kWh ca. 40 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 5.600 kWh
3 Personen 50 m² (Altbau) ca. 7.500 kWh ca. 150 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 21.000 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 2.700 kWh ca. 54 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 7.600 kWh
4 Personen 50 m² (Altbau) ca. 10.000 kWh ca. 200 kWh pro m²
140 m² (Altbau) ca. 28.000 kWh
50 m² (Bj. 2005) ca. 3.600 kWh ca. 72 kWh pro m²
140 m² (Bj. 2005) ca. 10.000 kWh

Förderung für Heizungen in 2021

Kosten für eine neue Heizung
Mit Förderung sparen Sie bis zu 40 % beim Heizungskauf! | © TBIT / pixabay.com CC0

In 2021 werden die allermeisten Heizungen vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert. Wichtig dabei ist, dass Ölheizungen und Elektroheizungen gar nicht mehr gefördert werden und Gasheizungen nur, wenn später noch die Installation einer Solarthermie-Anlage (Sonnenwärme) geplant ist.

Die übrigen gängigen Heizungen zählen alle zu den erneuerbaren Energien (Holzheizungen, Wärmepumpen, BHKW, Brennstoffzellen) und werden daher besonders hoch bezuschusst. Im Schnitt erhalten Sie 30 Prozent der Anschaffungskosten für die neue Heizung vom BAFA zurück, was meist etwa 6.000 bis 7.000 Euro entspricht. Alle Förderungen müssen immer vorab beantragt werden!

Viele Neuerungen für 2021 geplant

Es sind noch nicht alle Details bekannt, aber 2021 wird es viele Neuerungen bei den Förderungen für Heizungen geben. 2020 wurden schon viele Zuschüsse der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vom BAFA übernommen und nun sollen in Zukunft alle Förderungen beider Institutionen mehr oder weniger zusammengelegt werden – die genauen Pläne der Regierung wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Förderung für Heizungen in 2020 – in einem Video erklärt | Quelle: © SHK Info / youtube.com


Weitere Kosten rund um eine neue Heizung

Rund um eine Heizung können noch weitere Kosten anfallen. Hier finden Sie eine kleine Übersicht:

Kosten für einen Gasanschluss

Das Heizen mit Gas ist zumindest mittelfristig noch vergleichsweise günstig. Planen Sie also einen Gasanschluss, dann sollten Sie etwa 2.000 bis 4.000 Euro einplanen, wenn sich bereits eine Gasleitung in der Nähe Ihres Hauses befindet. Sparen können Sie, wenn Sie zum Beispiel die Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück selbst ausführen. Andersherum wird der Gasanschluss auch deutlich teurer, wenn von Hauptleitung bis zu Ihrem Haus lange Strecken zurückgelegt werden müssen (teilweise bis zu 30 Euro pro Meter).

Kosten für eine Öltankentsorgung

Theoretisch dürfen Sie Ihren alten Heizöltank auch selber entsorgen, allerdings sind die gesetzlichen Auflagen dabei sehr streng. Deutlich einfacher ist es daher, die Entsorgung einem Fachbetrieb zum Festpreis zu überlassen – inklusive Abbau und Entsorgung des Altöls. Eine spezielle Förderung gibt es zwar nicht, aber die Kosten sind mit 400 bis 2.000 Euro für eine Öltankentsorgung auch recht überschaubar.

Heizöltank Fassungsvermögen Entsorgung Kosten
Kunststofftank bis 3.000 Liter ab 400 €
Stahltank bis 3.000 Liter ab 500 €
Kunststofftank bis 10.000 Liter ab 1.300 €
Stahltank bis 10.000 Liter ab 1.500 €
Stahltank (in der Erde) bis 10.000 Liter ab 2.000 €

Kosten für neue Heizkörper

Sofern keine neue Leitungen über lange Wege gelegt werden müssen, fallen für einen neuen Heizkörper Kosten zwischen 500 und 1.000 Euro an – inklusive Einbau. Müssen neue Heizungsrohre verlegt werden, dann fallen dafür noch einmal zwischen 500 und 2.000 Euro an – bei sehr aufwendigen Projekt auch deutlich mehr.